Bei einer Lehnenbegehung durch ASC-Mitarbeiter wurden am Fuß der Böschungslehne in Ebring, km 260,700 – 260,900 einige frische Sturzblöcke im Bahngraben bzw. an der Schotterbettflanke festgestellt. Da die Lehne bis auf einige lokale Felssicherungen in der Anschnittsböschung unverbaut ist, besteht aktuell ein Schutzdefizit hinsichtlich Stein- und Blockschlag, das durch Beweidung im Sommerhalbjahr noch verstärkt wird. Eine zusätzliche, wenn auch dem Steinschlag untergeordnete Gefährdung stellen Hangmuren und
fluviatile Materialeinträge dar. Zum Schutz der Bahnanlagen vor Steinschlag und Hangmuren werden im Bereich der Lehne Ebring 3 Reihen Steinschlagschutz- bzw. Hangmurenverbauungen neu errichtet. Gegen Stein- und Blockschläge würde ein 2,5 m hohes 250 kJ-System mit 10 – 12 m Stützenabstand ausreichen. Um die Schutzwirksamkeit der Verbauungen hinsichtlich fluviatiler Materialeinträge zu erhöhen,
wird aber die Errichtung von 3 m hohen 500 kJ-Systemen empfohlen. Zusätzlich soll der Stützenabstand auf das normativ zulässige Mindestmaß von 8 m reduziert werden. Die Verankerung der Steinschlagschutznetze erfolgt mittels Mikropfählen. 
Basisangebot